Die Lernkurve

Spannend ist es. Egal wo im Feld man sich befindet, es ist immer eng und man kämpft um jeden Platz. Erst im Nachhinein kann man sich wirklich Gedanken machen, was eigentlich los war. So auch nach der ersten Wettfahrt, in der wir wieder ordentlich durchgereicht wurden, obwohl wir am Start ganz gut raus kamen. Aber fehlende Geschwindigkeit an der Kreuz und auch raumschots lassen sich hier durch nichts wieder gut machen.

Nach kurzer Analyse ging es in die zweite Wettfahrt. Der Wind hatte deutlich nachgelassen, wir nahmen Spannung aus dem Rigg und waren guter Dinge. Und kamen beim Start überhaupt nicht vom Fleck. Aber keine Hektik aufkommen sondern laufen lassen war angesagt. Und freien Wind suchen, wie wir das auch in Lerici praktizierten. Damit ging es voran und wir schoben uns gut durchs Feld voran. Nach der Luvtonne unter Gennaker ab durch die Mitte, wo etwas mehr Wind war und schon waren wir mitten im Feld. Die zweite Kreuz lief gut auf der rechten Seite. Dann drehte der Wind 10° links und wir hatten ganz schön zu kämpfen. Aber auf dem letzten Bahnschenkel ins Ziel machten wir wieder einiges gut und in einem haarscharfen Finish segelten wir Rumpf an Rumpf als 21. ins Ziel.

Es geht also wieder aufwärts, und wir sind für unser extrem knappes Trainingspensum sehr zufrieden. Die Lernkurve zeigt steil nach oben. Jetzt heißt es auf Wind hoffen, damit wir auf’s Wasser können und auch weiterhin gut “die Kurve kriegen”.

 

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Nefeli24 in Scarlino

Die Internet-Verbindung in unserer Unterkunft ist leider nicht die Beste. Deshalb nur ein kurzer Bericht und wir hoffen, morgen ausführlicher schreiben zu können.

Früh am Morgen holten wir die Nefeli24 in Lerici an und fuhren weiter nach Scarlino, wo wir in Ruhe aufbauten. Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, gingen wir am Nachmittag auf’s Wasser und trainierten zwei Stunden unter italienischer Sonne bei 10-12kn Wind. Es war herrlich und wir gingen die ganze Palette an Manövern mehrfach durch. Bei unserem aktuellen Stand sind wir noch vom optimalen Ablauf entfernt und nutzen jede Minute auf dem Boot, um Abläufe zu verbessern und Routinen zu etablieren.

Nach einem schönen Abendessen mit Blick auf die Bucht und Elba müssen wir jetzt aber der durchgefahrenen Nacht Tribut zollen und freuen uns auf ein paar Stunden Schlaf.

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On the road again

Die Erinnerungen an Lerici sind noch frisch, obwohl mehrere Wochen vergangen sind und wir sind schon wieder auf dem Weg nach Italien. Diesmal ist Scarlino das Ziel. Wir fahren durch die Nacht und kommen morgen früh in Lerici an, wo wir die Nefeli24 in einer Werfthalle abgestellt haben. Dann geht es mit Boot 200km weiter nach Scarlino. Wenn alles gut geht, haben wir mittags das Boot im Wasser und können trainieren. Aber der Wetterbericht… Schon wieder ist Leichtwind vorhergesagt und wir hoffen, es wird für diesmal für mehr als drei Wettfahrten reichen.

Technisch gesehen, kommen uns die Bedingungen entgegen. Bei der letzten Regatta haben wir unseren Trimm für diese Bedingungen deutlich verbessern können. Aber das Teilnehmerfeld von 35 Booten ist international wieder stark besetzt und ein Platz in der ersten Hälfte unser allerhöchstes Ziel. Rang 20-25 erscheint realistischer, dennoch gehen wir optimistisch ins Rennen und hoffen, in der einen oder anderen Wettfahrt auch über unser Ziel hinaus zu schießen.

Jetzt heißt es aber erst mal gut durch die Nacht und nach Italien zu kommen, wo die Nefeli24 schon auf uns wartet.

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